Inklusionsorientierung als Haltung

Jede/r hat ein Recht auf volle selbstbestimmte gesellschaftliche Teilhabe. Das ist hierzulande seit der Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention durch Bund und Länder eine menschenrechtlich begründete Verpflichtung. Damit verbunden sind praktische Herausforderungen im Schulalltag. Inklusion heißt nicht nur „mehr“ Integration von Menschen mit Behinderung, sondern steht für einen grundlegenden Perspektiven- bzw. Paradigmenwechsel.

Es geht um das gleichwürdige gesellschaftliche und soziale Miteinander aller schulischen Akteure. Das bedeutet, sich um die Gestaltung eines schulischen Alltags zu bemühen, der auf der Anerkennung von Vielfalt und der Reflexion von Differenz beruht – und Diskriminierungserfahrungen vermeidet oder ihnen, wo immer sie auftreten, entgegenwirkt.

Vielfalt ist kein Risiko, sondern eine unhintergehbare Rahmenbedingung, ja sogar Voraussetzung für gelingende pädagogische Prozesse und jede Form der Kommunikation und Verständigung. Die Wahrnehmung von Verschiedenheit kann aber auch zu Stigmatisierung und Diskriminierung führen. Inklusion beginnt im Kopf und endet dort, wo bestehende Strukturen in Bezug auf mögliche Exklusionseffekte hinterfragt werden.

Der Vortrag fragt nach dem Menschenbild, dass einer Inklusionsorientierung zugrunde liegt und nach den Bedingungen, den damit verbundenen Ansprüchen gerecht zu werden. Unter Einbezug von professionellen Erfahrungen werden praktische Wege zu einer inklusiven pädagogischen Haltung erkundet.

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Prof. Dr. Clemens Dannenbeck

Prof. Dr. Clemens Dannenbeck

Zur Person

Diplom-Soziologe, seit 2002 Professor für Soziologie und Sozialwissenschaftliche Methoden und Arbeitsweisen in der Sozialen Arbeit an der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) Landshut, Beauftragter für die Belange von Studierenden mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen, Diversitäts-Beauftragter der HAW

1988-2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Jugendinstitut in München (DJI).

Mitglied im Herausgeberkreis von Gemeinsam Leben. Zeitschrift für Inklusion und Inklusion-Online. Zeitschrift für Inklusion

Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre: Diversity in der Sozialen Arbeit, Inklusionsforschung, Cultural Studies, Disability Studies, Biografieforschung

Mitglied IKON – Institut Sozialer Wandel und Kohäsionsforschung, Hochschule Landshut

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Workshop 11: Konstruktive Konfliktbearbeitung in der Schule

Referentin:

Petra Schachner * Geschäftsführerin des Fränkischen Bildungswerks für Friedensarbeit e.V.

Inhalt:

Wer kennt sie nicht, die vielen Konflikte im Schulalltag? Sie stellen das Schulpersonal, die Eltern und die Kinder vor tägliche Herausforderungen.
Dieser Workshop nimmt sich der Frage an, wie mit diesen Konflikten konstruktiv umgegangen werden kann. Ein wichtiger Baustein dafür ist der Zugang zu den eigenen Gefühlen und diese angemessen mitzuteilen. Dies gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für alle Erwachsenen.
Es wird u.a. eine konkrete Methode zum Umgang mit Konflikten zwischen Kindern vorgestellt, die für die konstruktive Konfliktbearbeitung in der Schule geeignet ist.

Was das Lernen in der Schule möglich macht, ist das Vertrauen in die Klassengemeinschaft.

Material:

Leider steht kein Material zur Verfügung. Die Referentin verweist auf diesen Link: W-I-R-Projekt

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Workshop 10: Bildungsarbeit ist immer auch Beziehungsarbeit

Referentin:

Sybille Stoltz * Dozentin für Psychologie, Staatsinstitut für die Ausbildung von Fachlehrern, Ansbach

Inhalt:

Meine Haltung zu mir bestimmt meine Haltung zu Dir. Nur der Mensch, der sich achtet, der seinen Wert erkennt und schätzt, nur dieser Mensch lässt sich auf eine Beziehung ein. Eine förderliche pädagogische Arbeit gelingt dort, wo eine authentische und liebevolle Beziehung gelebt wird. Und dort, wo diese Form der Beziehung gelebt wird, dort wird auch gelernt!
Diese Inhalte werden uns in diesem Workshop beschäftigen.

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Workshop 9: Inklusion an Schulen mit Schulbegleitung – Best Practice Grund- & Mittelschule Thalmässing

Referenten:

Ottmar Misoph (Schulleiter) * Anke Eitel, Heike Kalb, Schulbegleiterinnen mit mehrjähriger Erfahrung * Grund- und Mittelschule Thalmässing

Inhalt:

Inklusion ist und bleibt eine gewaltige Herausforderung für alle Schulen, denn die inklusive Schule ist eine andere Schule. Gelingende Inklusion verlangt nach anderen Räumen in denen veränderte Unterrichtsverfahren einfacher realisiert werden können und nach Lehrgängen und Medien, die eine individuelle Förderung erleichtern.
An vielen Schulen sind inzwischen Schulbegleitungen tätig. Deren Zahl nimmt zwar stetig zu, ihre Stellung im Schulalltag und ihre Tätigkeitsbereiche bleiben aber oft unklar und sind eingeklemmt zwischen den rechtlichen Vorgaben und den pädagogisch sinnvollen Aufgaben.
Wir wollen einen Einblick vermitteln, wie sich die Grund- und Mittelschule Thalmässing auch durch das Thema Inklusion gewandelt hat und wie die Schulbegleitungen in dieser veränderten Schule eingebunden sind.

Methoden:

  • Visuelle Einblicke in die Konzeption unsere Schule
  • Stationen
    • Informationen und Beispiele
    • Leitfragen
    • Ideensammlung der Teilnehmer
  • Zusammenfassung als „Bausteine“

Teilnehmerzahl:

min. 4 – max. 20

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Workshop 8: Bindungsstörungen bei Schülerinnen und Schülern

Referentin:

Uta Strömsdörfer * Diplompsychologin, Wichernhaus, Altdorf

Inhalt:

Die Bindungstheorie geht davon aus, dass frühe Erfahrungen mit wichtigen Bindungspersonen wesentlich bestimmen, wie wir mit anderen Menschen umgehen. In diesem Workshop werden Sie mit den Ideen der Bindungstheorie vertraut gemacht und verschieden Bindungsstile kennenlernen. Zudem werden wir uns damit befassen, warum es sich häufig als große Herausforderung darstellt, seelisch verletzte Kinder in ihrem herausfordernden Verhalten zu begleiten. Dazu werden wir uns mit den unterschiedlichen Formen sogenannter „Bindungsstörungen“ vertraut machen.

Material:

Protokoll des Workshops: Workshop 8 Protokoll

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Workshop 6: Wer darf was und wer ist dann verantwortlich? – Rechtliche Aspekte der Schulbegleitung

Referentin:

Cornelia Preu-Use * Rechtsreferentin beim Diakonischen Werk Bayern mit Schwerpunkten allgemeine Rechtsfragen, Vertrags- und Haftungsrecht

Inhalt:

Es werden rechtliche Fragen in und um den Schulalltag diskutiert und praxisnah gelöst. Insbesondere geht es um

  • Umfang und Inhalt der Aufsichtspflicht: Wer hat wann welche (Rechts-)Pflichten
  • Haftung: Wer haftet bei Schäden, die dem Kind, dem Schulbegleiter oder anderen Dritten zustoßen? Was ist bei sogenannten Eigenschäden?
  • Versicherung: Welchen Schutz gewährt welche Versicherung, wessen Versicherung ist im Schadensfall zuständig, wie kann man sich umfassen(er) schützen?
  • Datenschutz: Auskunftsrechte und Auskunftspflichten

Nach einer kurzen Einführung zu den rechtlichen Grundlagen und Rechtsprechung sollen Fälle „aus der Praxis für die Praxis“ besprochen werden, Beispiele aus dem Teilnehmerkreis sind ausdrücklich willkommen.

Material:

Präsentation zum Workshop: Workshop 6 Präsentation

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Workshop 5: Unterstützte Kommunikation bei Schülerinnen und Schülern

Referent:

Achim Hofmann, Sonderpädagoge am Förderzentrum für Körperbehinderte Altdorf, Leiter der Beratungsstelle ELECOK

Inhalt:

Der Workshop gibt einen Überblick von „einfachen“ Kommunikationsgeräten bis hin zu komplexen dynamischen Geräten und deren Kommunikationsstrategien, auch immer unter dem Aspekt der Schulbegleitung. Mögliche Aufgaben der Schulbegleitung eines Kindes mit mehrfacher Behinderung und dem Bedarf der unterstützten Kommunikation werden an einem Beispiel aufgezeigt.

Außerdem werden die Teilnehmer die Möglichkeit haben die verschiedenen Geräte selbst auszuprobieren und Inhalte zu individualisieren.

Material:

Protokoll des Workshops: Workshop 5 Protokoll * Workshop 5 Präsentation

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Workshop 4: „Und nun – was tun?“ Konkrete Interventionen für den Schulalltag bei ADHS

Referentin:

Ursula Wendeberg, Pädagogin M.A. * Leitung ADHS-Beratung Regensburg
Ausbildung in TZISuggestopädie, systemischer Beratung / Familientherapie, verhaltenstherapeutische Fortbildungsreihe „ADHS“ des KJP-Fortbildungsinstituts; Würzburg, Arbeitsfelder in Erziehungsberatungsstelle, Kinder- und Jugendpsychiatrischer Facharztpraxis, Mitarbeiter-Fortbildung und eigener Praxis

Inhalt:

Der Workshop stellt pädagogische Grundlagen im spezifischen Umgang mit ADHS vor. Er gibt konkrete  Anregungen, wie Schulbegleitungen die betroffenen Kinder unterstützen können, sich an Regeln zu halten  und ein angemessenes Arbeitsverhalten zu entwickeln.

Ziele des Workshops sind konkrete Beispiele als wirksame Handlungsmöglichkeiten für den Schulalltag kennenzulernen und sich dazu auszutauschen.

Ein Kurz-Überblick über die Definition der Symptomatik ADHS eröffnet den Workshop. Er bringt typische Bedürfnisse von Kindern mit ADHS auf den Punkt und leitet davon wenige pädagogische Grundprinzipien

ab, für einen hilfreichen Umgang mit Betroffenen. Dazu stellt er einige Fall-Beispiele vor. Die Teilnehmenden  haben die Möglichkeit zu reflektieren, wo im eigenen Arbeitsalltag diese Ideen einsetzbar sind. Gemeinsam  gestalten Sie ein Ergebnis-Chart mit Ihren wichtigsten Eindrücken aus dem Workshop für den Gallery walk“.

Methoden: Input (wenig Theorie, viele konkrete Beispiele), Austausch in Kleingruppen, kurze Fall-Reflektion, 1 bis 2 erlebnisorientierte gemeinsame Übungen

Material:

Handout zum Workshop: Workshop 4 Handout

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