Inklusionsorientierung als Haltung

Jede/r hat ein Recht auf volle selbstbestimmte gesellschaftliche Teilhabe. Das ist hierzulande seit der Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention durch Bund und Länder eine menschenrechtlich begründete Verpflichtung. Damit verbunden sind praktische Herausforderungen im Schulalltag. Inklusion heißt nicht nur „mehr“ Integration von Menschen mit Behinderung, sondern steht für einen grundlegenden Perspektiven- bzw. Paradigmenwechsel.

Es geht um das gleichwürdige gesellschaftliche und soziale Miteinander aller schulischen Akteure. Das bedeutet, sich um die Gestaltung eines schulischen Alltags zu bemühen, der auf der Anerkennung von Vielfalt und der Reflexion von Differenz beruht – und Diskriminierungserfahrungen vermeidet oder ihnen, wo immer sie auftreten, entgegenwirkt.

Vielfalt ist kein Risiko, sondern eine unhintergehbare Rahmenbedingung, ja sogar Voraussetzung für gelingende pädagogische Prozesse und jede Form der Kommunikation und Verständigung. Die Wahrnehmung von Verschiedenheit kann aber auch zu Stigmatisierung und Diskriminierung führen. Inklusion beginnt im Kopf und endet dort, wo bestehende Strukturen in Bezug auf mögliche Exklusionseffekte hinterfragt werden.

Der Vortrag fragt nach dem Menschenbild, dass einer Inklusionsorientierung zugrunde liegt und nach den Bedingungen, den damit verbundenen Ansprüchen gerecht zu werden. Unter Einbezug von professionellen Erfahrungen werden praktische Wege zu einer inklusiven pädagogischen Haltung erkundet.

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